Leanna Morgan: Das Blumen Cottage

In der Anchor Line in Sapphire Bay entsteht eine Reihe neuer Läden, welche gleichzeitig die Titel und Inhalte dieser Buchserie von Leanna Morgan bilden, die wohl vermutlich alle mit einem Happy End abschliessen. Zumindest für das erste Buch «Das Blumen Cottage» trifft das schon einmal zu.

Ziemlich spontan beschliesst Paris Haynes, in eben dieser Anchor Line einen Blumenladen eröffnen zu wollen. Gibt es in Sapphire Bay tatsächlich genügend Aufträge für zwei Blumenläden? Und wird Paris von der Bank als kreditwürdig eingestuft werden und das für die Finanzierung ihres Traums notwendige Darlehen erhalten? Der Entscheid zur Selbständigkeit erfordert viel Mut und verschafft der jungen Frau einige schlaflose Nächte.

Ihr ganzes bisherige Leben hat sie bisher vermieden, irgendwelche Verpflichtungen einzugehen. Vor drei Jahren ist sie nach Sapphire Bay gezogen und arbeitet seither im lokalen Blumengeschäft. Etliche toxische Beziehungen haben sie dazu veranlasst, ihr Leben umzukrempeln. Ihr auffälligstes Markenzeichen sind die bunten Kleider. Aber auch heute noch neigt Paris dazu, offene und versteckte Erwartungen von anderen unbedingt erfüllen zu wollen.

Die Gründe dafür liegen in ihrer Kindheit. Ihre Mutter war und ist eine egoistische Alkoholikerin, weshalb die Beziehung zwischen den beiden stark belastet ist und Paris den Kontakt auf ein Minimum begrenzt. Umso besser war die Verbindung zwischen Paris und ihrer Oma, welche sich anstelle der Mutter um sie gekümmert hat. Die Grossmutter hat in Paris die Liebe zu Pflanzen gesät. Paris’ Garten ist nämlich so farbenfroh wie ihre Kleidung. Ein Weg aus in Fischgrätmuster verlegten roten Ziegelsteinen führt durch Beete, in denen Rosen, Wildblumen und Gänseblümchen nebeneinander wachsen dürfen.

Umgesetzt wird der Umbau des Blumencottages samt ihren ganz besonderen Ideen und Vorstellungen von Richard Dawkins, einem Kriegsveteranen und alleinerziehender Vater. Auch sein Leben ist von verschiedenen tragischen Ereignissen geprägt, die Konsequenzen bis in die Gegenwart haben. Er hat in Afghanistan ein Bein verloren und auch fast seinen Sohn. Eine neue moderne Beinprothese erleichtert inzwischen seinen Alltag, zu dem ein guter Job und Freunde gehören, auf die er zählen kann. Wann immer er Zeit findet, stellt er ganz besondere Holzmöbel her.

Die Handlung ist zwar nicht in allen Details vorhersehbar, aber sie bringt auch nicht wirklich viele Überraschungen. Natürlich fehlt auch die erwartete Liebesgeschichte nicht. Aus hortikultureller Warte lassen sich neben diversen floralen Sequenzen in den Blumenläden noch die Neugestaltung des örtlichen Gemeinschaftsgarten erwähnen. Neue Fördermittel erlauben es, zusätzliche Gewächshäuser aufzustellen.

Und in der Lektüre kommt eine Frau Jessop vor. Der Name hat mich sofort an die gleichnamige Frau erinnert hat, die (in Wirklichkeit) drei Schiffsunglücke überlebt hat, auch jenes der Titanic. Hier habe ich im Sofagarten den englischen Roman «The Secrets of Flowers» von Sally Page vorgestellt, in dem Violet Constance Jessop eine wichtige Rolle spielt.  Mitte 2026 erscheint übrigens die deutsche Übersetzung des Buches unter dem Titel «Die Reise der Blütensammlerin» im dtv Verlag.

 

 

Leanna Morgan:
Das Blumen Cottage – Eine Kleinstadt Love Story (Die Cottages in der Anchor Lane 1)
Eigenverlag, 2024

 

Alle in diesem Beitrag erwähnten Bücher habe ich selber gekauft. Ich bin niemandem gegenüber in irgendeiner Weise verpflichtet und generiere keine Einnahmen aus den im Sofagarten vorgestellten Büchern.

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