Emily Winston: Der Mordclub von Shaftesbury – Nur die Toten kommen in den Garten

Die drei Stichworte «Shaftesbury», «Garten» und «Stickkunst» haben mich veranlasst, das Buch «Der Mordclub von Shaftesbury – Nur die Toten kommen in den Garten» von Emily Winston auf meinen E-Reader zu laden. Anlässlich von Schneeglöckchen-Reisen habe ich vor einigen Jahren an zwei Snowdrop Festivals in Shaftesbury teilnehmen dürfen. Die idyllische Marktstadt in Dorset liegt leicht erhöht und biete eine prächtige Aussicht in die nähere und weitere Umgebung. Beides fand ich in der Lektüre beschrieben. Meine Verbindung zu den beiden anderen Stichworten muss ich regelmässigen Leserinnen meines Blogs nicht näher erläutern.

Bisher sind vier Bücher in dieser Mordclub-Serie erschienen, von denen ich nur das dritte gelesen habe. Penelope St. James ist aus London nach Shaftesbury gezogen, um eine Partnervermittlungsagentur zu eröffnen. Ihre beruflichen Verpflichtungen rücken häufig stark in den Hintergrund, weil sie abgelenkt wird durch diverse Ehrenämter. Diese scheinen ihr ebenso regelmässig zuzufliegen, wie in ihrem Umfeld gehäuft mysteriöse Todesfälle auftreten. Und diesen möchte sie auf den Grund gehen. Zu ihrer raschen Integration in den Inner Circle von Shaftesbury trägt auch Penelopes Beziehung zum Tierarzt Sam bei. Mit ihm und dessen naseweisen Tochter Lily wird Penelope bald zusammenziehen.

Kürzlich ist die verwitwete Meisterin der Stickkunst Olive Ogilvie im Alter von einhundertdrei Jahren verstorben. Der an ihr Anwesen Devonshire House grenzende wunderbare Garten war bisher nicht öffentlich zugänglich, soll nun künftig aber regelmässig seine Tore öffnen. Die grosszügige Anlage wurde vor vielen Jahren von Olives Ehemann Otis, einem bekannten Gartenarchitekten, gestaltet. Als Basis und Inspiration für die Anlage und Bepflanzung der Beete und Rabatten hat Otis komplizierte und detailverliebte Stickmuster von Olive verwendet. Von Thujahecken gesäumte Wege umrahmen quadratische Rosenrabatten und in anderen geometrischen Mustern angelegte Beete. Ein wichtiges Gestaltungselement ist eine steinerne Sonnenuhr.

Anlässlich der Öffnung des Parks soll ein Stickwettbewerb durchgeführt werden und dessen Organisation im Sinne der Wünsche von Olive Ogilvie wird Penelope übertragen. Oder eher aufgedrängt. Die moderne Frau trägt zwar ständig Designerklamotten, verfügt aber über keine besonderen textilen Kompetenzen, geschweigen denn ein Flair für Nadelarbeiten. Und obwohl auch gärtnern nicht zu ihren bevorzugten Beschäftigungen zählt, gehört auch die Beschriftung der Pflanzen und das Ausschildern der Wege im Park sowie das Festlegen der Öffnungszeiten zu Penelopes Aufgaben. Doch irritierende Ereignisse auf dem Dorfangar und das Auffinden eines ersten Mordopfers ziehen ihre Aufmerksamkeit in eine andere Richtung.

Nicht alle sind begeistert davon, dass Devonshire House and Garden für das Publikum geöffnet werden soll. Die Otis Ogilvie-Gedächtnisgruppe und der Olive Ogilvie-Stickclub verfolgen unterschiedliche Interessen. Und ist im Garten tatsächlich ein Schatz versteckt? Warum fehlt in der umfangreichen Bibliothek von Devonshire House ausgerechnet das Buch «Gartenpläne für ungewöhnlich schöne Gärten» von Olive und Otis Ogilvie? Dass der Friedhof von Shaftesbury der einzige Platz für einen zuverlässigen Handyempfang ist, macht die Lösung der verschiedenen Rätsel nicht einfacher.

Falls ich es wieder einmal nach Shaftesbury schaffe, werde ich prüfen, ob das gut erfunden ist oder tatsächlich stimmt…

 

 

 

Emily Winston:
Der Mordclub von Shaftesbury – Nur die Toten kommen in den Garten (Penelope St. James ermittelt 3)
Aufbau Verlag, 2024

 

Alle in diesem Beitrag erwähnten Bücher habe ich selber gekauft. Ich bin niemandem gegenüber in irgendeiner Weise verpflichtet und generiere keine Einnahmen aus den im Sofagarten vorgestellten Büchern.

 

 

 

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